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Podere Cervarola
Via per Castelvetro/Villabianca

WEINE

Rondinina (rosato frizzante – Lambrusco Grasparossa)
Cenerino (rosso frizzante – Lambrusco Grasparossa)

Jahresproduktion: ca.4000 Flaschen
Rebsorten: Lambrusco Grasparossa, ausgepflanzt wurden zudem Trebbiano modenese, Trebbiano di Spagna und Occhio di gatto
Rebfläche: 1 ha
Manuelle Lese: ja
Dünger: nein
Pflanzenschutz: Kupfer und Schwefel
Biologisch zertifiziert: nein
Direktverkauf: ja
Wohnmöglichkeit: nein

Andrea della Casa gehört zu jener mutigen Truppe an Winzern, die ihren alten Job an den Nagel gehängt und ihre Leidenschaft zum Beruf gemacht haben. Nach Jahren als technischer Zeichner hat sich Andrea nochmals auf die Schulbank gesetzt, Landwirtschaft studiert, um sich danach – gemeinsam mit seiner Partnerin Raffaella Caselli einen Hektar Land an der Peripherie von Castelvetro di Modena zu kaufen.

Idee: Bestockt war der Weingarten bereits mit alten Lambrusco-Grasparossa-Reben, neben die die beiden auch noch Trebbiano modenese, Trebbiano di spagna und Occhio di gatto, autochthone Sorten aus der Region gesetzt haben. Zum einen, weil sie von ihrer Qualität überzeugt sind (und wer je die Trebbianoversionen von Vittorio Graziano und Claudio Plessi probiert hat, weiß, dass sie damit nicht falsch liegen), zum anderen, weil sie zu der wachsenden Anzahl von Weinbauern zählen, die Landwirtschaft (und eben auch Weinbau) und die Konservierung und Diversität lokaler Sorten auch als Kulturauftrag verstehen.

Wer mit einer solcher Haltung Reben pflanzt bzw. rekultiviert, arbeitet für gewöhnlich auch im Weingarten bewusst und sorgfältig und folglich wundert es nicht, dass Andrea und Raffaela von Anfang ihre kleine Rebfläche biologisch bewirtschafteten. Auch beim Ertrag setzen die beiden auf Mengen, die ihnen die Möglichkeit geben, hohe Qualitäten zu produzieren. Statt mit den industrieüblichen 15000 Kilo am Hektar begnügt man sich mit 4000-5000. Und das schmeckt man.

Mit dem Jahrgang  2016 gibt es nun die beiden ersten, mit der gleichen Intention vinifizierten Weine: die erste Gärung fand dabei in Zementzisternen statt, die zweite (mit dem noch vorhandenen Restzucker der Erstgärung) in der Flasche (methode ancestrale) – auf das Degorgieren verzichtete man genauso wie aufs Filtern, 5 mg Sulfit auf die Maische sind die einzige Konzession ans italienische Lagerhaus.

WEINE: Der Rondinina ist ein geradliniger, erdiger Rosato, der allerdings schnell auch noch ein paar Beerennoten in den Talon wirft und die zwei, drei Gramm Restzucker zu viel, mit lebhafter Säure auffängt. Richtig Substanz hat dann der Cenerino, der nach 6 Tagen auf den Schalen ausreichend Tannin hat, um dem Wein Struktur, Charakter und Richtung zu geben und außerdem noch einen fleischigen Unterton, der bestens zur dunklen Frucht passt. Da die beiden naheliegenderweise nicht warten wollten, gibt es den Cenerino schon jetzt, wobei man keinen Fehler macht, wenn man ein paar Flaschen davon im Keller verstaut.

Die Weine gibt es meines Wissens nur ab Hof. Das wird sich mit Sicherheit ändern: wer sich aber zurzeit in der Ecke aufhält, sollte die Gelegenheit nutzen und bei den beiden vorbeischauen.

In der Emilia blubbert es. Laut und vernehmlich steigen die Perlen auf und sorgen für kleine und größere Explosionen. Seit Menschengedenken Hochburg des Sprudels hat man sich in den letzten Jahren mit billigstem Industrielambrusco den Ruf derart versaut, dass selbst in den Köpfen der Fuseltrinker die Alarmglocken läuten. Wie schade das ist, beweisen seit Jahren gut zwei Dutzend Winzer, die bisweilen Schaumweine abfüllen, dass es nur so kracht (methode champenoise). Und zwar nicht nur (aber eben auch) Lambrusco. Im wilden Westen der Emilia, rund um Piacenza, vinifiziert man seit einiger Zeit wieder richtig guten Gutturnio (ebenfalls rot und ebenfalls sprudelig, doch nicht aus einer der Lambruscotrauben, sondern aus Barbera und Bonarda gekeltert). Rund um Parma sprudelt es ebenfalls, und zwar in rot (meistens Lambrusco aber auch Pinot Nero und Barbera), weiß (Malvasia, Trebbiano, Sauvignon) und orange (Alberto Carretti von der Podere Pradarolo keltert mit dem Vej, einen der spannendsten Schaumweine Italiens). Danach beginnt die große Zone des Lambrusco, wobei Lambrusco nicht gleich Lambrusco ist. Im Gegenteil. Lambrusco ist eine achtköpfige Familie, deren Mitglieder so unterschiedlich sind wie Groucho, Harpo und Karl Marx. Ergänzt wird die Region außerdem um Spergola, die still richtig gut, sprudelnd noch besser sein kann. Abgeschlossen wird die Emilia von den Colli Bolognesi und auch dort gluckst, perlt und gurgelt es. Schuld daran hat die Pignoletto, die man ebenfalls seit Urzeiten in der Flasche zu Ende gären lässt und von der es seit kurzem auch wieder ein paar lohnenswerte Versionen gibt (Gradizzolo, Bortolotti, Orsi).

Mit dem Jahr 2016 haben nun 25 Winzer ihre Kräfte gebündelt und EMILIA SUR LÌ ins Leben gerufen. Abseits ihrer Herkunft (Emilia) teilen sie weitere Gemeinsamkeiten: sie werden allesamt biologisch oder biodynamisch bewirtschaftet und im Keller spontan vergoren, ehe eine Zweitgärung (ancestral oder champenoise) in der Flasche stattfindet. Einziges Additiv ist SO₂.

Gelegentlich finden auch Verkostungen der zwei Dutzend Winzer statt und wer wissen will, wo zurzeit die mitunter besten, spannendsten und originellsten Schaumweine Italiens gekeltert werden, sollte unbedingt daran teilnehmen. ENTSPRECHENDE DATEN FINDEN SICH ENTWEDER HIER ODER HIER ODER HIER.

WINZER

Az. Agr. Gaetano Solenghi
Soc. Agr. Casè
Tenuta vitivinicola Croci
Az. Agr. Camillo Donati
Az. Agr. Crocizia
Podere Pradarolo
Az. Agr. I Cinque Campi
Az. Agr. il Farneto
Az. Agr. Podere Cipolla
Az. Agr. Podere Magia
Az. Agr. Quarticello
Az. Agr. Storchi
Az. Vinicola Ca‘ de Noci
Le Barbaterre
Angol d’amig Il vino con Diogene
Az. Agr. Claudio Plessi
Az. Agr. Luciano Saetti
Bergianti vino
Cantina Vittorio Graziano
Az. Agr. Gradizzolo
Az. Vitivinicola Maria Bortolotti

Luciano Saetti lebt in Soliera bei Modena. Jeden zweiten Donnerstag bricht er nach Ferrara – meiner Stadt – auf, parkt seinen Lieferwagen am Rande der Altstadt, holt ein altes Fahrrad daraus hervor und schnürt sich vier Kisten Wein auf einen zusammensgeschweißten Grillrost, eine selbstfabrizierte Spezialkonstruktion, mit der er seinen Lambrusco zu den besten Vinotheken und Trattorien der Stadt bringt.

Luciano liebt Erfindungen. Durch seinen Weingarten, in dem er einzig und allein Salamino, das eleganteste Mitglied der achtköpfigen Lambrusco-Familie hegt und pflegt, fährt er, wenn es denn notwendig ist, mit einem von ihm zusammengebauten Traktor. Salamino, genauer Salamino di Santa Croce, stammt aus der Ebene nördlich von Modena. Hügel, Hänge & Terrassen sucht man dort vergebens. Die Böden bestehen hauptsächlich aus Lehm und Sand, das Klima ist heiß und feucht, kurz: die Bedingungen für gute Weine könnten nicht ungeeigneter sein.

Aber da ist dann auch noch Luciano Saetti und der weiß mit diesen Voraussetzungen seit Jahrzehnten umzugehen. Die alte Tendone-Erziehung, eine Art Pergola hat er in eine bis zu 2,60 Meter hohe Spaliera-Erziehung umgewandelt. Die gibt ihm die Möglichkeit, seine Trauben vor der emilianischen Sonne zu schützen und ihnen doch auch die nötige Luftigkeit zu geben, um nicht permanent mit Peronospora und Botrytis kämpfen zu müssen. Die Böden, in denen jeweils eine Reihe Salamino aus dem Jahr 1964 mit einer Reife aus dem Jahr 1996 abwechselt, werden nicht gedüngt, da der Untergrund ohnehin fruchtbar genug ist. Stark verdünnter Kupfer und Schwefel sind die einzigen Pflanzenschutzmittel, die Luciano verwendet. Und zwar nicht erst seit gestern. Luciano arbeitet seit 1988 so, seit 1998, als er begonnen hat seine eigenen Trauben zu vinifizieren, ist er biologisch zertifiziert.

Der Keller ist ebenfalls ein Meisterwerk der Improvisation. Über einem ausrangierten Tiefkühler hat er ein Holzgitter gelegt, in dem er seine Weine degorgiert. Danach wird die Flasche zugekorkt und drei bis fünf Monate lang weggelegt. Eine Presse sucht man vergebens, Luciano verwendet einzig den frei ablaufenden Most – ein Umstand, der seine Weine zusätzlich feiner und eleganter macht. Außerdem findet man auch keine Säcke voller Bentonit, keine Filteranlage und keinen Schwefel. Lucianos Lambrusco ist so viel Natur, wie das ein Kulturprodukt wie Wein (und Lambrusco im besonderen) eben zulässt.

Rebsorte: Lambrusco Salamino di Santa Croce
Pflanzdatum: 1964 und 1994
Boden: Ebenen nördlich von Modena. Lehm und Sand
Bewirtschaftung: biologisch – mit möglichst wenig Kupfereinsatz
Lesezeitpunkt: Ende September, manuelle Lese
Gärung: spontan, bei etwas über 20°C, dreitägige Mazeration
Ausbau: Edelstahl über ein paar Monate, danach Zweitgärung in der Flasche.
Gefiltert: nein
Geschönt: nein
Schwefel: ungeschwefelt
Alkohol: 11,5%
Preis: ca. €10

LINK: BEST OF LAMBRUSCO

Und das schmeckt man. Sein 2015er Lambrusco Rosso Viola ist filigran, subtil, aromatisch, leicht aber nie banal, im Gegenteil, schwebend aber substantiell. Das trifft sowohl auf das vorwiegend florale, von roten Beerennoten unterstützte Aromaprofil zu wie auf den Körper, der Trinkfluss mit Beharrlichkeit verbindet. Die Textur ist weich und leicht cremig, die Säure ausbalanciert, das Tannin samtig. Wer Lambrusco wieder einmal eine Chance geben will, sollte sich einfach ein paar Flaschen von Lucianos Interpretation besorgen – zu kaufen gibt es seinen Lambrusco(und  auch seinen ähnlich beeindruckenden Rosato Il Cadetto) direkt bei ihm, jeden zweiten Donnerstag in Ferrara und meines Wissens auch bei VINIFERO in Wien.

Ps: Salamino leitet sich wirklich und wahrhaftig von Salame ab. Die hat rund um Modena einige ihrer Hochburgen (wobei es in ganz Italien ca. 250 verschiedene Sorten gibt) und passt auch bestens zu Lambrusco. Den Namen hat die Salamino jedoch nicht aufgrund ihrer kulinarischen Kompatibilität abbekommen, sondern wegen ihrer langgestreckten eher kurzen Form, die frappant an Salamis erinnert.

„Lambrusco ist der Treibstoff der Futuristen.“ (Filippo Tommaso Marinetti)

„Lambrusco ist der rote Champagner.“ (Arrigo Levi)

„Lambrusco ist ideal, um den Durst zu löschen.“ (Mario Soldati)

Treibstoff, roter Champagner oder Durstlöscher – hilft alles nichts. Lambrusco hat sich in den letzten fünf Jahrzehnten einen Ruf erarbeitet gegen den ein Shitstorm ein warmes Lüfterl ist. Dass man für wenig Geld besser kaum trinken kann, ist in mitteleuropäischen Breiten noch immer ein gut gehütetes Geheimnis. 

Nachdem der Decanter, Englands Vorzeigemagazin in Sachen Wein Ende 2016 meinte, dass 2017 das große Jahr roter Schaumweine schlagen wird, hier 10 Beispiele, die nicht nur Tortellini, Culatello und Zampone aufwerten.

  1. Luciano Saetti keltert in der feuchten Hitze des Tieflands nördlich von Modena einen Lambrusco aus der Rebsorte Salamino, der filigran, aromatisch und subtil seine natürlichen Voraussetzungen völlig auf den Kopf stellt. Biologisch & ungeschwefelt.
  2. Dass Vittorio Graziano eine Person aus Fleisch und Blut und keine Kreation von Fellini ist, mag man kaum glauben. Sein fulminanter, tiefdunkler, profunder und doch erfrischender Fontana dei Boschi aus dem Lambruscomitglied Grasparossa ist dafür jedoch ultimativer Beweis. Sowieso bio.
  3. Cà de Noci gehört seit 1993 zur Naturwein-Avantgarde der Emilia. Gegen die Industrie opponiert wird seit 1993, u.a. mit dem Sottobosco, einer Lambruscocuvèe aus Grasparossa, Malbo gentile, Lambrusco di Montericco, & Sgavetta, die unbeschwert und strukturiert mit dunkler Frucht und feiner Würze punktet. Bio & ungeschwefelt
  4. Marco Rizzoli von Crocizia betreibt hoch oben im parmensischen Apennin Weinbau unter Extrembedingungen (und bisweilen unter Wölfen). Neben exzellenten prickelnden Pinot- und Barberaversionen keltert er auf Kalk aus Maestri, dem dunkelsten Mitglied der Lambruscofamiliy einen saftigen, druckvollen, substantiellen und vitalen Frizzante. Bio.
  5. Denny Binis Etiketten gehören zu den scheußlichsten der Emilia, seine Weine ganz sicher zu den besten. Der Rosa dei Venti ist eine rosa Variante des Grasparossa. Zwei Stunden Mazeration reichen, um ihm nicht nur ansprechend Farbe, sondern auch ein wenig Tannin, Blüten- und Erdbeeraromen mit auf den Weg zu geben. Bio
  6. Camillo Donati könnte der Bruder von Vittorio Graziano sein. Südlich von Parma, zwischen roten Kühen und schwarzen Schweinen keltert er eine Batterie an Schaumweinen, darunter auch einen Lambrusco Maestri. Dunkel wie die Nacht, Brombeeren in der Nase, Kirschen am Gaumen, staubtrocken und laut Camillo nach fünf Jahren Lagerung „zum Schreien“. Bio
  7. Sorbara und Oliva sind zwei weitere Lambruscovarianten und Basis des Stiolorosso von Gabriele Ronzoni. Ergänzt werden die zwei von Ancellotta, einer ebenfalls autochthonen Sorte der Emilia, der den beiden blassen Sorten Farbe einhaucht. Saftig, strukturiert, federleicht und erfrischend. Bio
  8. La Collina ist eine biodynamische Kooperative am Stadtrand von Reggio Emilia, ziemlich genau dort, wo die Peripherie in den Apennin übergeht. Der Lambrusco Frizzante Fermente baut auf Kalk und das schmeckt man. Elegant, erfrischend, intensiv und aromatisch.
  9. Vanni Nizzoli von Cinque Campi ist Demokrat. Sein Sortiment ist paritätisch in Rot und Weiß aufgeteilt. Davon ist wiederum eine Hälfte still, während die andere Hälfte sprudelt. Unter seinen 9 Weinen hat auch der Cinquecampi rosso eine gewichtige Stimme. Staubtrocken und in klassischer Champagnertradition vinifiziert, beißt man hier erstmal auf ein paar feine Tannine, ehe dichte rote Frucht, spürbare Mineralität und lebendige Säure übernehmen. Bio und ungeschwefelt
  10. Man könnte das Ranking natürlich auch umdrehen. Roberto Maestri von Quarticello würde sich auch an ersten Stelle bestens machen. Nicht nur weil sein Name Programm ist (Lambrusco maestri macht 50% der Cuvèe aus) und der Schaum über seinem Lambrusco die schönste Farbe hat, sondern auch weil man hinter konzentrierter aber einladender Frucht und nicht zu knapp Pfeffer auch noch auf einen saftigen, harmonischen, kräftigen und lebendigen Körper trifft. Bio

Mir bekannte Bezugsquellen im deutschsprachigen Raum

Den RossoViola von Luciano Saetti, den Cinquecampi rosso und Denny Binis Rosa dei Venti gibt es bei Vinifero in Wien.

Den Sottobosco führt Vinonudo, ebenfalls in Wien zu Hause.

Den Rest gibt es zurzeit unglücklicherweise nur in Italien – nach Voranmeldung für gewöhnlich ab-Hof und in immer mehr italienischen Vinotheken. Höchste Zeit, dass sich das ändert.

Kleine Anmerkung am Rande. Wenn hier immer wieder von unterschiedlichen Sorten die Rede ist, liegt das daran, dass Lambrusco eine Familie ist, die, wie das bei Familien üblich ist, recht unterschiedliche Charaktere hervorbringt. alle familienmitglieder sind in der Lage, Großes zu leisten.

Die vier wichtigsten sind:

Sorbara (hell, Blütennoten, filigran, rote Beeren)
Salamino (passt perfekt zwischen Sorbara und Grasparossa)
Grasparossa (dunkel, Tannin, gehaltvoll, intensiv)
Maestri (stockdunkel, würzig, konzentriert, dunkle Beeren)

Vittorios Grazianos Lambrusco Fontana dei Boschi ist reinsortig Grasparossa, die am spätesten reifende Lambruscosorte, dunkel wie die Nacht, mit lebendigem Tannin, kräftiger schwarzer Frucht, erdigen Noten, Eisen und Blut. Dabei bleibt er doch leichtfüßig, belebend, und erfüllt vollends die Idee eines frischen Speisenbegleiters zur emilianischen Herzinfarktküche (Cotecchino, gefüllte Schweinsfüße & Co. – toll aber tödlich). Ein weiteres Meisterwerk Vittorios ist der Sassoscuro, der zu 80% aus Malbo Gentile und zu 20% aus sechs weiteren (teils unbekannten) Rebsorten besteht. Schwarz wie Kohle, mit Aromen, die sich von Kaffee bis Oliven und Lakritze ziehen, zählt er definitiv zu den großen Rotweinen der Region und eigentlich auch Italiens.

Die beiden roten Meisterwerken werden weiß und sprudelnd vom Ripa di Sopravento (Trebbiano und drei unbekannte weiße Sorten) ergänzt, leichtgewichtig und schlank und doch mit profunden Aromen. Die Säure dominiert die Struktur und vermittelt Lebendigkeit. Die stille Variante heißt Tarbianaaz, ist ein Trebbiano modenese und verbringt volle drei Wochen auf den Schalen, was ihm ordentlich Farbe und Gerbstoff, eine strenge Textur und eine primäre Schicht an Kräutern einbringt. Abgerundet wird das Sortiment durch den Smilzo, einen sprudelnden Rosè aus Grasparossa, den Vittorio selbst als simplen Nachmittagswein abtut (was prinzipiell auch kein Nachteil ist), der aber so belebend, bekömmlich, animierend und vital schmeckt, dass man ihn auch problemlos zum Frühstück und eventuell auch am Abend trinken kann.


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