Luciano Saettis Weine

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Luciano Saettis Keller – ein Meisterwerk der Improvisation

Der Keller ist ein Meisterwerk der Improvisation. Über einem ausrangierten Tiefkühler hat er ein Holzgitter gelegt, in dem er seine Weine degorgiert. Danach wird die Flasche zugekorkt und drei bis fünf Monate lang weggelegt. Eine Presse sucht man vergebens, Luciano verwendet einzig den frei ablaufenden Most – ein Umstand, der seinee Weine zusätzlich feiner und eleganter macht. Außerdem findet man auch keine Säcke voller Bentonit, keine Filteranlage und keinen Schwefel. Lucianos Lambruschi sind so viel Natur, wie das ein Kulturprodukt wie Wein eben zulässt.

Lucianos herausragender Wein ist sein flaschenvergorener rosato (ca.€ 10). Die Perlage ist fein, noch feiner allerdings sind die Beerenaromen – dazu ist das Grundgerüst so frisch und lebendig als würde der Wein aus den Alpen und nicht aus der Tiefebene des Po stammen. 11% Alkohol sind angenehm wenig vor allem dann, wenn man weiß, dass es trotzdem nie dünn und fad wird.

Der klassischen Lambrusco Salamino (ca. € 10) unterscheidet sich vor allem am Gaumen, wo dunklere Aromen mit einem mehr an Tannin und Druck ausgestattet werden. Zu guter Letzt hat Luciano auch noch einen Salamino Fermo (ca.€ 10), eine Lambrusco ohne bubbles in petto. Kräuter und ein paar dunklere Noten gesellen sich in den Wein, der bekömmlich, saftig und rund Lucianos Trio abschließt.