La Marca di San Michele

La Marca di San Michele

La Marca di San Michele, Alessandro und Beatrice Bonci, Daniele Quaresima
Via Torre 13
60034 Cupramontana (Ancona), Italia
e.mail info@lamarcadisanmichele.com
www.lamarcadisanmichele.it
tel |fax (+39) 0731.781183
mobil (+39) 340.1020322

Jahresproduktion: 12000
Rebsorten: Verdicchio; Montepulciano (gepflanzt)
Rebfläche: 6 ha
Reberziehung: Guyot
Manuelle Lese: ja
Dünger: Gründüngung
Pflanzenschutz: Kupfer und Schwefel
Biologisch zertifiziert: ja
Direktverkauf: ja
Wohnmöglichkeit: ja

Cupramontana ist eines dieser winzigen Dörfer, das, würde man eine Landkarte der wichtigsten Weinbauorte Italiens gestalten, plötzlich als kapitaler Fleck darauf eingezeichnet wäre. Cupramontana wäre zwar nicht Rom (diese Auszeichnung gebührt wohl immer noch Barolo) und nicht Mailand, aber vielleicht Bari oder Bozen. Hier tummeln sich auf ein paar wenigen Hektar eine Handvoll Winzer, die exemplarisch für Verdicchio und dessen qualitative Größe stehen. Sechs Hektar davon bewirtschaftet Alessandro Bonci, gemeinsam mit seiner Schwester Beatrice und Daniele Quaresima, junge Winzer, die der Stadt den Rücken gekehrt haben und ihr Glück am Land suchen (und vermutlich auch finden).

Die Weingärten von La Marca di San Michele sind freilich alt. Schon Boncis Großvater lebte und arbeitete hier und auch wenn die Rebstöcke nicht mehr aus dieser Zeit stammen, so wird ihm und seiner Herangehensweise trotzdem Tribut gezollt. Man arbeitet seit der Neugründung im Jahre 2007 biologisch, wobei die Zertifizierung in diesem Jahr (2013) erfolgt. Cupramontana selbst liegt auf einem Hügel, der auch Platz für Rebstöcke bietet und Alessandros Verdicchio nimmt dabei eine prominente, altbekannte Fläche ein, die auf ca. 400 Meter liegt. Die Reben wurzeln in einem mit Kalk durchmischten Tonboden, der manuell bewirtschaftet wird. Gespritzt wird schon, allerdings nur Schwefel und Kupfer, für die ganzen Biozide ist hier (und auch in den umliegenden Weingärten von La Distesa und Kypra) kein Platz.

Da nicht alles von heute auf morgen geht, arbeitet man im Keller zwar bedacht zurückhaltend, allerdings erst seit kurzem mit wilden Hefen. Gefiltert und geschönt wird minimal. Gekeltert werden zurzeit zwei Weine, wobei man es mit der Qualität sehr genau nimmt und in durchschnittlichen Jahren auch nur ein einziger Wein entstehen kann. 2009 geschehen, als der Passolento (ein wuchtiger, intensiver, dichter Verdicchio) im Capovolto (dem „einfachen“ aber brillianten, frisch-mineralischen, sehr klaren und saftigen Verdicchio) landete. Ausgebaut wird ersterer in großem Holz, der zweite im Stahltank, ein dritter Wein ist noch im Entstehen. Um ihr Sortiment zu komplementieren, haben die drei – der Tradition der Gegend folgend – vor kurzem Montepulciano ausgesetzt.

La Marca di San Michele ist Mitglied der elfköpfigen Gruppe Terroir Marche.

Weine

Capovolto
Passolento
Numero Zero