Cinque Campi

Vanni Nizzoli
via F. Menozzi n°27, 42020 Puianello di Quattro Castello
Tel: +39 3495518001
Email: vanni.nizzoli@cinquecampi.it
http://www.cinquecampi.it

Cinque Campi

An den Ausläufern des Apennins, dort wo es hinunter nach Reggio Emilia und mitten hinein in die Welt des Lambrusco geht, gibt es ein paar winzige Bastionen, die dem Ruf der roten Sprudels widerstehen und mit extrem originellen, hochindividuellen Weinen die Emilia nicht nur zu einer Hochburg des Prosciutto, Parmegiano und Aceto machen, sondern auch die eigentlich große vinophile Tradition der Region hochhalten. Vanni Nizzoli mit seinen Cinque Campi, „den fünf Feldern“, macht auf seinen 3,5 Hektar ein halbes Dutzend Weine, die der miesen Reputation der Region entgegenarbeitet.

Seit über 200 Jahren wird in den Cinque Campi (den fünf Feldern) Wein produziert, Generationen der Familie Nizzoli haben aus ihren Weingärten Wein gekeltert, doch erst seit kurzem, genauer seit 2003 wird der Wein auch jenseits der Familie in Flaschen abgefüllt angeboten. Zwei Jahrzehnte davor beschloss man den Bauernhof in Cinque Campi umzubenennen, jener Lage, in der die meisten Rebstöcke des seit zehn Jahren biologisch arbeitenden Betriebs wurzeln. Biologisch wurde auch schon davor gearbeitet, mit der intensiveren Fokussierung auf Wein (man hat auch noch Früchte, Getreide und Honig und macht zudem diverse Essigarten) beschloss man, die Herangehensweise auch entsprechend zu zertifizieren.

Zusätzlich zu den Cinque Campi, in dem neben Cabernet, Carmenere, Lambrusco, Grasparossa und Marzemino vor allem die beeindruckende MALBO GENTILE wächst, aus der Vanni den fantastischen Le Marcone keltert, kamen in den letzten beiden Jahren noch zwei weitere Weingärten hinzu: der Botteghe und der Bora Lunga, wobei in letzterem eine weitere alte autochthone Rebsorte zu finden ist, die den weißen Kontrapunkt zur Malbo setzt: die SPERGOLA manifestiert sich im „Bora Lunga“ als saftige, lebendige gut strukturierte Sorte, während sie im klassisch vinifizierten Spumante vor allem die Aromen (Blüten, Kräuter, Grapefruit) in den Vordergrund rückt.

Die Weingartenarbeit basiert auf möglichst natürlichen Prinzipien. Es wird mit Kuhmist gedüngt, auf jeglichen Einsatz von Pestiziden & Co. wird verzichtet, Schwefel und vor allem Kupfer wird möglichst reduziert eingesetzt. Im Keller wird grundsätzlich spontan vergoren, kein Wein ist gefiltert und meines Wissens ist auch kein einziger geschwefelt, die paar Milligramm, die sich an SO₂ in den Weinen finden, sind während des Gärungsprozesses entstanden. Der Ausbau findet in unterschiedlichen Gebinden statt, je nachdem, was für eine Intention den jeweiligen Weinen zugrunde liegt: der Marcone zum Beispiel landet für ein Jahr in gebrauchten Barriques während der Bora Lunga direkt in die Flasche wandert und dort ein Jahr lang reift.

Und weil Vanni natürlich auch Lambrusco besitzt, zeigt er, dass man mit dieser Rebsorte auch Besseres machen kann, als das, was man bei uns sonst so zur Pizza hingeknallt kriegt. Staubtrocken und in klassischer Champagnertradition vinifiziert, beißt man hier erstmal auf ein paar feine Tannine, die aber bestens von dichter roter Frucht, spürbarer Mineralität und lebendiger Säure gepuffert wird.

Cinque Campi ist Mitglied bei Vinnatur.

Jahresproduktion: 10000 Flaschen
Rebsorten: Spergola, Moscato Giallo, Moscato Bianco, Malvasia; Malbo Gentile, Lambrusco, Grasparossa, Marzemino, Cabernet S., Carmenere
Rebfläche : 4 Hektar
Manuelle Lese: ja
Dünger: ja
Pflanzenschutz: Kupfer und Schwefel
Biologisch ja
Direktverkauf:ja
Wohnmöglichkeit: ja

Weine:

Cinquecampi rosso
Rio degli Sgoccioli
Le Marcone
Terbianc
Bora Lunga
Particella 128
L’Artiglio
Bordò
Tribüle