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Die Mitglieder der Bioviticultori

Fondo San Giuseppe
Andrea Bragagni
Vigne dei Boschi
Il Pratello
Vigne di San Lorenzo
Paolo Franscesconi

Übersetzungen des Manifests:

Die Bioviticultori keltern Wein in einer Symbiose aus neuen und traditionelle Ansätze. Ziel ist es dabei vor allem eine neue Art der Beziehung zwischen Mensch und Natur zu leben. Im Zuge dessen versuchen wir, das wohl älteste Produkt unserer Kultur neu zu interpretieren: und zwar mit absoluter Treue zum Ort (Terroir) und zur Geschichte.

Das ist Basis und Herausforderung für sechs romagnische Winzer: Paolo Babini von Vigne dei Boschi, Stefano Bariani von Fondo San Giuseppe, Filippo Manetti von Vigne di San Lorenzo, Emilio Placci von Il Pratello, Andrea Bragagni und Paolo Francesconi, Eigentümer ihrer gleichnamigen Weingüter. Sie sind es, die die neue Vereinigung Bioviticultori gegründet haben, die erstmals anlässlich der von Giorgio Melandri initiierten Biologica 2011 in Faenza vorgestellt wurde.

Ihre Weingärten finden sich im zentralen Territorium der Romagna. Sie ziehen sich von den Feldern, die sich im Schutz der ersten Apenninhügel um Faenza befinden (Paolo Francesconi) bis zu den Rebreihen in Modigliana auf 600 Metern Höhe (Il Pradello). Dazwischen liegen in Brisighella auf 400 Meter der Fondo San Giuseppe und gleich dahinter in Valpiana di Brisighella die Weingärten von Vigne die Boschi; weiter hinten, quasi auf dem Rücken des Apennins auf 400 Meter Höhe und an der Grenze zur Toskana, in Campiume und in Fognano, finden sich die Vigne di San Lorenzo und das Weingut von Andrea Bragagni.

Insgesamt sind ca. 40 Hektar mit Rebstöcken bepflanzt, was sich alljährlich in ca. 80000 Flaschen Wein niederschlägt. Die Bodenstruktur variiert: ist es um Faenza vor allem Ton, so ist es in den Höhen des Apennins Sandstein, der den Ton angibt. Auch das Klima präsentiert sich unterschiedlich: abhängig von den einfallenden Winden und den Höhenunterschiede ergeben sich präzise und charakteristische Unterschiede zwischen den Weinen der Bioviticultori-Winzer.

Für die sechs Winzer soll jeder Wein die Spezifika des Ortes, an dem er wächst ausdrücken und Geschichten davon erzählen. Dabei gilt ein klassisches aber eben auch allgemeingültiges Motto: großer Wein stammt von perfekten Trauben und die Arbeit im Keller dient lediglich dazu, den Wein zu begleiten und das Potenzial der Trauben zur Gänze auszudrücken. Dabei soll der Charakter des Weins respektiert und betont werden. Und zwar ohne ihn zu modifizieren und zu verändern. Es geht schlicht darum, den Platz, das Terroir, das Umfeld widerzuspiegeln.

Daher legen die Bioviticultori alle Aufmerksamkeit auf die Weingärten, auf die Arbeit im Feld, die den Zyklen der Natur und ihren Jahreszeiten folgt. Dabei wird genau darauf geachtet, dass man möglichst nie gegen die Vorgaben der Natur arbeitet und die vorgegebene Biodiversität, die Flora und Fauna respektiert und schützt. Also: keine systemischen Mittel im Weingarten einsetzt, im Keller interventionsfrei arbeitet, kurz, so nah wie möglich an der Natur bleibt.

Il Pratello