Hintergrund

Waren es vor ein paar Jahrzehnten noch ein paar Hundert Hektar, die in Coste della Sesia mit Weinreben bestockt waren, sind es heute ganze dreißig. Grund dafür war nicht die Qualität der Weine, die vielmehr seit dem 14. Jahrhundert in den Annalen des lokalen Weinbaus immer wieder lobend erwähnt wurden, sondern die generelle Landflucht, die viele Bauern aus der armen und unwirtlichen Region im Schlagschatten der Alpen nach Turin führte.

Fünf der dreißig Hektar bewirtschaftet Carlo Colombera, gemeinsam mit seinem Sohn Giacomo und Cristiano Garella. Ihre Reben – zum größten Teil Nebbiolo, aber auch Croatina und Vespolina, die beiden anderen wichtigen Rebsorten der Gegend – wurzeln in Porphyr und atmen die Kühle der sich im Hintergrund auftuenden Bergwelt.

Die Trauben werden per Hand gelesen und spontan vergoren und ohne Temperaturkontrolle vergoren; der Ausbau dauert 24 Monate, 10 davon verbringen die Rebsorten ganz für sich in gebrauchten Holzfässern, danach wird cuvetiert und der Coste della Sesia für den Rest der Zeit in Zementzisternen umgezogen. Ein großer Wein für einen sehr kleinen Preis.

Stil

Erdig, rotbeerig, frisch – der Coste della Sesia ist ein Kind seiner Umgebung, der ihn umgebenden Wälder und Hügelwelt. Am Gaumen ist er direkt und präzis. Das präsente Tannin belebt und trägt seinen Part zur Eleganz des Weins bei, während die Säure einem animierenden Trinkfluss den Weg ebnet. Das Finish ist kühl und von roter Frucht geprägt.

Datenblatt

Rebsorte: 65% Nebbiolo, 20% Croatina, 15% Vespolina
Bewirtschaftungsart: biologisch
Weingarten: An einer Waldlichtung gelegen. Reben wurzeln in Sand & vulkanischem Gestein.
Lese: per Hand
Vergärung: spontan      | wilde Hefen in Zementzisternen
Ausbau: 10 Monate Jahre in gebrauchten Barriques
Filtration: nein
SO:< 50mg/l
Alkoholgehalt: 13 % vol
Verschluss: Naturkork
Trinktemperatur: 15-17 °C
Perfekte Trinkreife: 2018 – 2028