Colombera & Garella: Lessona

Hintergrund

Lessona ist mit gerade einmal 18 Hektar Rebfläche die kleinste der drei DOC, in der die Colomberas ein paar Weingärten besitzen. Trotz ihrer mikroskopischen Dimensionen hat Lessona ein paar Besonderheiten aufzuweisen, die sie von den anderen beiden Regionen unterscheidet. Da ist zum einen das Klima, dass in einigen Expositionen fast mediterrane Züge annimmt und im „Lessona“ für eine etwas wärmere und kräftigere Stilistik sorgt als in den beiden anderen Weinen. Zum anderen basiert der Untergrund auf marinen Sandablagerungen mit pH-Werten, die zu den niedrigsten in den italienischen Weingärten gehören und in dem sich hohe Konzentrationen an Eisen, Mangan und Kalium befinden. Und zu guter Letzt unterscheidet sich auch die Rebsortenzusammensetzung im Vergleich zum direkt angrenzenden Bramaterra: Der Nebbioloanteil muss in Lessona mindestens 85% betragen, die potenziellen Cuvèepartner sind Vespolina und Uva rara, in Colomberas Fall nur Vespolina.

Vergoren wird der „Lessona“ spontan in Zementzisternen, der Ausbau findet über zwei Jahre in gebrauchten französischen Barriques statt.

Stil

Floral, balsamisch, konzentriert und würzig. Der Lessona führt ein eigenständiges Leben im Sortiment von Colombera & Garella, ist wärmer, fruchtiger, aromatisch dunkler und ein wenig ausladender als die beiden anderen Weine. Säure und Tannin strukturieren den Wein, finden sich allerdings in einem Körper wieder, der sie bestens ausbalanciert. Der Abgang ist fokussiert und druckvoll

Bezugsquellen: Den Lessona von Colombera & Garella gibt es bei www.vinonudo.at

Datenblatt

Rebsorte: 90% Nebbiolo, 10% Vespolina
Bewirtschaftungsart: biologisch
Weingarten: in stark eisenhaltig- und manganhaltigem Untergrund, über den sich eine marine Sandschicht gelegt hat
Lese: per Hand
Vergärung: spontan | wilde Hefen in Zementzisternen
Ausbau: 2 Jahre im gebrauchten Barriques, 6 Monate in Zement
Filtration: nein
SO:< 50mg/l
Verschluss: Naturkork
Trinktemperatur: 16-18 °C
Perfekte Trinkreife: 2018 – 2028