Andrea Occhipinti folgt mit seinen Weinen den vorgetretenen Spuren. Er arbeitet seit jeher biologisch im Weingarten und setzt im Keller neben Stahl vor allem auf alte Zementzisternen. Er vergärt spontan, mazeriert eher kurz und begnügt sich mit einjährigen Ausbauzeiten. Er filtert grob und schwefelt minimal. Sein Repertoire umfasst mittlerweile siebenWeine, wobei der Friccicarello, ein in der Flasche vergorener Aleatico-Frizzante der letzte Neuzugang ist und animierend, süffig und fruchtbetont einen guten Prolog für die weiteren Etappen bildet.

Aleatico ist auch der alleinige Protagonist für vier weitere Weine: den Alter Ego, der das Gesicht der roten Traube als Weißwein vinifiziert widerspiegelt und dabei vor allem gelbfruchtige Aromen in den Mittelpunkt rückt, den exzellenten Alea Rosa, der eine elegante, weiche und rotfruchtige Brücke hin zum Alea Viva schlägt. Vierzehn Tage auf der Maische und 18 Monate im Zement addieren zu den klassischen Kirschnoten des Aleatico auch noch Weihnachtsgewürze und Pfeffer und eine warme und einladende Textur. Der vierte Aleatico im Bunde ist der Montemaggiore, der süß ins Glas kommt und den Weihnachtskeksaspekt noch zusätzlich verstärkt.

Aleatico als gleichgestellter Partner neben Grechetto rosso findet sich Rosso arcaico, wobei sich das arcaico vor allem der Ausbaumethode in der Amphore verdankt. Die weiche Textur des Aleatico wird hier von der immanenten Frische und Lebendigkeit des Grechetto rosso ergänzt, rote Frucht und Kräuter bestimmen das Aromaprofil. Ganz für sich alleine tritt der Grechetto rosso im La Caldera auf: über 18 Monate im Zement ausgebaut manifestiert sich in ihm eine saftige Textur, ein dichter, warmer und etwas ausladender Körper und eine Aromatik, die sich neben reifer Frucht vor allem über Kräuter und Unterholznoten definiert.