Radoars Weine

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Etza

Wenn es eines Beweises bedarf (und eigentlich bedurfte es unbedingt eines Beweises), dass man aus Müller-Thurgau auch ordentliches und sogar außerordentliches produzieren kann, dann sollte man nicht lange fackeln, sondern Norbert Blasbichlers Etza probieren. Der wächst hoch oben in den Feldthurner Bergen im Eisacktal und die dortige Kühle und Frische sind dann auch elementare strukturelle Komponenten dieses Weins. Der Rest: saftiger, gelber Apfel und Steine in der Nase, die lange Hefestandzeit sorgt für eine cremige Textur, die bestens mit der Kühle des Weins korrespondiert, der Gaumen ist salzig, der Trinkfluss druckvoll und immer elegant und knackig, das Ende lang und happy.

Müller-Thurgau

Wahrheit: der kleine Bruder vom großen Etza. Die Trauben sind ganz bewusst eine Vorselektion, sie sind niedriger im Zucker und einen Tick höher in der Säure, wobei es absolut entscheidend ist, dass die Trauben physiologisch reif sind und nie grün wirken. Die Gärung beginnt ausnahmsweise mal nicht spontan, die Temperatur wird auf ca. 20°C reguliert und der Ausbau passiert auf der Feinhefe im Edelstahltank.

Dichtung: frisch, gelbfruchtig, mineralisch, trotz sehr dezentem Alkohol (11,5%) stoffiger Körper, glasklar, präzis, knackige Säure

Radoy

Wahrheit: Noch so eine Fehlleistung aus der deutschen Kreuzungshistorie, könnte man meinen: diesmal aus der Lehr- und Versuchsanstalt für Obst- und Weinbau in Lauffen. Dass sie doch funktioniert, beweist einmal mehr Norbert Blasbichler, der allerdings seine eigene Interpretation des Kerners hat: ein wenig restsüß, mit 8,5% Alkohol und einer Stilistik, die einen an die Mosel denken lässt. Blasbichler nutzt jeden Höhenmeter (insgesamt knapp 900), um dem Wein nicht nur Frische und Struktur zu abzuringen, sondern auch Saftigkeit und Mineralität.

Dichtung: Frisch und strukturiert, saftig und dynamisch. Dazu kommt eine reife Pfirsichnote, am Gaumen wird es dicht, engmaschig, durchaus füllig und lang

Loach

Wahrheit: viele derartige Cuvées gibt es nicht und irgendwie bin ich dankbar dafür. Man glaubt ja eigentlich nicht, dass Pinot mit Zweigelt funktioniert und man sollte sein Glück nicht überstrapazieren. Aber hier sprechen weniger die Sorten als vielmehr die Eisacktaler Berge und die Sätze, die einem mitgeteilt werden sind präzis, glasklar, konzentriert und lebendig. Die Zweigelt-Stöcke dürften so alt wie Norbert sein, der Pinot ist jünger, da von ihm gesetzt. Die Gärung startet spontan in offenen Gärbottichen, danach geht es für 2 Jahre in 500 Liter Bottiche aus Kastanienholz.

Dichtung: erdig, frische, saftige Fruchtnoten, kraftvoll schon in der Nase, das setzt sich dann am Gaumen fort, gepuffert von ordentlich Gerbstoff und lebendiger Säure (wir sind auf fast 800 Meter), dicht, geradlinig, lang