SUSUMANIELLO

Susumaniello ist eine rote Rebsorte, die heute ausschließlich in Apulien zu finden ist und gerade eine kleine Wiederauferstehung feiert.

Susumaniello hat ohne Zweifel einen der einladendsten und interessantesten Namen unter den italienischen Rebsorten. Auch Synonyme wie Cucciguaniello, Susipaniello oder Zuzumaniello klingen hübsch. Der Name nimmt mit allergrößter Wahrscheinlichkeit auf den ergiebigen Ertrag der Rebsorte Bezug und leitet sich von der Phrase „caricarsi come un somarello“ ab, was auf Deutsch „beladen wie ein Esel“ bedeutet. Wobei das nur auf die jungen Reben zutrifft – je älter ein Susumaniello-Rebstock wird, desto weniger trägt er und desto ausdrucksstärker werden auch seine Weine.

Angeblich gibt es derzeit rund 50 Hektar Weingärten (2006 waren es nur 13), die damit bepflanzt sind. Sie finden sich ausnahmslos in Apulien – zum einen südlich von Brindisi, wo sich unter anderem Natalino del Prete mit ihr beschäftigt. Und dann auch südlich von Bari, wo sie Cristiano Guttarolo und L’Archetipo teils reinsortig, teils in Cuvées vinifizieren.

Susumaniello hat kleine Beeren mit einer dicken Schale, in der sich zum einen nicht zu knapp Farbe und zum anderen auch recht viel Tannin finden. Sie sollte also perfekt reif gelesen werden, um keine harten Noten im Wein zu hinterlassen. Dank dieser beiden Attribute fließt Susumaniello auch gerne in Cuvées ein, denen es an Farbe und Struktur mangelt. Grundsätzlich braucht Susumaniello ein wenig Zeit, um sein Gleichgewicht zu finden. Ein paar Jahre Fass und Flaschenlagerung sind bei gut gemachten Versionen folglich kein Nachteil. Gewährt man ihnen diese, machen sich sukzessive dunkelfruchtige, Kirschen und Zwetschkenaromen bemerkbar, die oft von einer fein-würzigen Note begleitet werden.

Eine Auswahl

Natalino del Prete: Susumaniello
Cristiano Guttarolo: Susumaniello
L’Archetipo: Sisumaniello (Frizzante Rosato)
Cristiano Guttarolo: Joha (meist im Cuvée, 2020 reinsortig)