Blog: Enrico Esu - Wein aus dem Tagebau

Der Südwesten Sardiniens ist Kohlerevier. Die Gegend heißt Carbonia, womit eigentlich schon alles gesagt ist. 1953, gerade 18 Jahre alte geworden, steigt Enrico Esus Vater zum ersten Mal in die Dunkelheit hinunter. 5 Jahre später wird die Mine in Cortoghiana, in der er arbeitet, geschlossen und er zieht nach Seruci weiter, wo es ebenfalls eine Mine gibt. Er beschließt zu bleiben und erwirbt Land, in das er noch im gleichen Jahr Reben setzt: Carignano oder – wie man früher sagte – S’axina di Spagna, eine Referenz an die spanische Herkunft der Sorte…

Weinbars in Italien

Man kann in Rom, Bologna oder Venedig natürlich auch andere Dinge tun, als in Weinbars herumzuhängen. Es spricht aber auch nichts dagegen, abends statt in einem Cafè am Markusplatz oder an der Piazza Navona über den Tisch gezogen zu werden, im Santo Bevitore oder im Pentagrappolo am Tresen zu hocken und sich durch die besten Weine des Landes zu trinken.

Wohnen bei Winzern

Wohnen bei Winzern ist mitunter das beste, was einem passieren kann. Vor allem dann, wenn es gute Winzer sind. Und schöne Unterkünfte. Die liegen zwar meistens ein wenig abseits vom Schuss, aber dafür wird man, wenn alles glatt läuft, in die Kunst der Weinwerdung eingeführt, hat ansonsten seine Ruhe und kriegt zu jeder Tages- und Nachtzeit problemlos Nachschub.

Weine kaufen - vinonudo online

vinonudo geht auf das Konto von Dominik Portune, einem langjährigen Weggefährten auf der Suche nach biologisch und biodynamisch hergestellten Weinen aus Italien. Viele der Weine, die sich in seinem Laden befinden, haben wir zusammen entdeckt; für einige haben wir auch gemeinsam recherchiert und Beschreibungen verfasst, die sich nun hier und dort finden. Wem an puristischen, animierenden, vitalen und tiefgründigen Weinen von handwerklich arbeitenden Winzern liegt, dem sei vinonudo wärmstens empfohlen.  

Waren es vor ein paar Jahrzehnten noch ein paar Hundert Hektar, die in Coste della Sesia mit Weinreben bestockt waren, sind es heute ganze dreißig. Grund dafür war nicht die Qualität der Weine, die vielmehr seit dem 14. Jahrhundert in den Annalen des lokalen Weinbaus immer wieder lobend erwähnt wurden, sondern die generelle Landflucht, die viele Bauern aus der armen und unwirtlichen Region im Schlagschatten der Alpen nach Turin führte. Fünf der dreißig Hektar bewirtschaftet Carlo Colombera, gemeinsam mit seinem Sohn Giacomo und Cristiano Garella.

Der Launegild ist einer der ungewöhnlichsten Weißweine Italiens. Gleichzeitig ist er auch einer der besten, aber dazu später.

Das ungewöhnlichste am Launegild ist die Tatsache, dass die Rebsorte Chardonnay ist. Daraus werden in Italien zwar mehr Weine gekeltert als man glaubt, das meiste davon ist aber entweder eine anscheinend unumgängliche Begleiterscheinung zu einigen roten Supertuscans oder lieblos fabrizierte Supermarktware, bei der man auf die Zugkraft der Sorte und die Gleichgültigkeit der Konsumenten setzt.

Vermentino ist die große weiße Traubensorte der italienischen Westküste. Ihre Ursprünge sind in den ereignisreichen Zeitläuften am Mittelmeer und den stets wechselnden mediterranen Besitz- und Handelsverhältnisse nur schwer zu bestimmen. Manche (die Iberer) vermuten, dass die Sorte ihre eigentlich Heimat in Spanien hat, andere (die Italiener) glauben, dass Vermentino aus der Toskana oder Ligurien stammt. Ähnlich heikel stellt sich die Abgrenzung zu anderen Rebsorten dar. Über Jahrhunderte hinweg ging man davon aus, dass Vermentino, die ligurische Pigato und die piemontesische Favorita drei unterschiedliche Sorten wären.

Die Emilia Romagna und ihre Winzer

Die Emilia ist eine der großen Unbekannten der italienischen Weinwelt. Zumindest in unseren Breitengraden. Schuld daran hat und das mag durchaus paradox sein, einer der bekanntesten Weine Italiens, der Lambrusco. Der hat leider eine miserable Reputation, was sich leider auch auf all die übrigen Weine und Weinstile auswirkt, die in der Region produziert werden.

Dabei ist zum einen zu sagen, dass es zwar nicht viele aber ganz sicher zwei Dutzend Produzenten gibt, die in kleinem Maßstab tatsächlich fantastischen Lambrusco produzieren (Claudio PlessiDenny BiniCinque Campi, Ca‘ de Noci um nur einige zu nennen), zum anderen finden sich in der Emilia so viele innovative und experimentelle Winzer wie in kaum einer anderen Gegend des Landes. Diese schätzungsweise gut 70 Betriebe greifen auf ein beeindruckendes Spektrum an autochthonen Rebsorten zurück, das sich trotz des Siegeszugs des Lambrusco ab den 60er Jahren stets gehalten und in den letzten Jahren wieder vergrößert hat.

Rebsorten: Tokaj/Friulano/Jakot

Ein Grund, warum es Sinn macht Weine auf der Maische zu vergären, ist der, dass sie Rebsorten ins Rampenlicht rücken, die davor ein paar Lichtjahre davon entfernt standen. Malvasia beispielsweise oder Grauburgunder sind mazeriert wesentlich aufregender als einfach nur abgepresst. Für Traminer aller Art sollte man eine Maischestandzeit überhaupt verpflichtend einführen.

Schaut man über die Kärntner Grenzen ins Friaul & nach Slowenien gibt es noch ein paar Sorten mehr, die weiß so interessant sind wie ein Fußballspiel zwischen Udine und Lecce, orange jedoch so spannend wie eine Partei zwischen Juve und Napoli… weiterlesen

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