Ribelà: Frascati einmal anders – Lazio

Ribelà ist ein junges Projekt in einer steinalten Weinregion. Ins Leben gerufen wurde es von Chiara Bianchi und Daniele Presutti in Monte Porzio Catone an der Peripherie von Rom, innerhalb des wunderschönen Parco dei Castelli Romani. Ribelà liegt damit innerhalb der berühmt-berüchtigten Frascati-Zone. Ihre Weine haben allerdings mit dem, was hier sonst so produziert wird, wenig zu tun. Wobei den beiden durchaus an der Geschichte ihrer Region liegt, doch wollen sie diese verständlicherweise neu deuten und nicht so, wie das über die vergangenen Jahrzehnte von nahezu allen Frascati-Produzenten getan wurde.

Castelsimoni: Bergweinbau am Gran Sasso – Abruzzen

Manuela Castellani und Paolo Simoni, kurz Castelsimoni, haben ein Weingut an einem Ort gegründet, wo andere Bauern Linsen und Kartoffeln anbauen und Hirten ihre Schafe weiden lassen – wohin sich aber bisher keine anderen Winzer gewagt haben. Auf 800 Metern Höhe, direkt am westlichen Hangfuß des Gran Sasso, des mit knapp 3000 Metern höchsten Berg des Apennins, haben die beiden inmitten 2009 ihren ersten Reben ausgepflanzt – keinen Montepulciano und keinen Trebbiano, wie sonst in den Abruzzen üblich, sondern Pinot Nero, Riesling, Chardonnay und Traminer, Rebsorten, die wesentlich besser mit den recht kühlen Bedingungen dort oben umzugehen wissen.

Podere San Biagio – Abruzzen

Wörter und Bilder spielen eine wichtige Rolle bei der Podere San Biagio, dem Weingut von Jacopo Fiore. Das beginnt schon mit dem Ort, an dem 1980 der Bauernhof der Familie entstanden ist: Controguerra – gegen den Krieg – heißt die kleine Ortschaft, die zwischen sanft dahinrollenden Hügeln liegt, die mit Olivenbäumen, Getreide und Reben bepflanzt sind. Zum Meer sind es mit dem Auto 20 Minuten, in die Berge – die Monte Gemelli und die Monte Sibellini – dauert es unwesentlich länger. Wer hier also einen vielseitigen Urlaub verbringen will, ist an der richtigen Adresse und kann das auch im Agriturismo von Jacopo und seiner Familie tun.

Weinbars in Italien

Man kann in Rom, Bologna oder Venedig natürlich auch andere Dinge tun, als in Weinbars herumzuhängen. Es spricht aber auch nichts dagegen, abends statt in einem Cafè am Markusplatz oder an der Piazza Navona über den Tisch gezogen zu werden, im Santo Bevitore oder im Pentagrappolo am Tresen zu hocken und sich durch die besten Weine des Landes zu trinken.

Wohnen bei Winzern

Wohnen bei Winzern ist mitunter das beste, was einem passieren kann. Vor allem dann, wenn es gute Winzer sind. Und schöne Unterkünfte. Die liegen zwar meistens ein wenig abseits vom Schuss, aber dafür wird man, wenn alles glatt läuft, in die Kunst der Weinwerdung eingeführt, hat ansonsten seine Ruhe und kriegt zu jeder Tages- und Nachtzeit problemlos Nachschub.

Weine kaufen - vinonudo online

 

vinonudo geht auf das Konto von Dominik Portune, einem langjährigen Weggefährten auf der Suche nach exzellenten biologisch und biodynamisch hergestellten Weinen aus Italien.

Viele der Weine, die sich in seinem Laden in der Wiener Westbahnstraße befinden, haben wir zusammen entdeckt; für einige haben wir auch gemeinsam recherchiert und Beschreibungen verfasst, die sich nun hier und dort finden. 

Wer an puristischen, animierenden, vielschichtigen und tiefgründigen Weinen von oft wenig bekannten aber umso spannenderen Winzern interessiert ist, dem sei vinonudo wärmstens empfohlen.  

Die Abruzzen – eine Einführung

In den Abruzzen ein Weingut ohne Montepulciano zu finden, ist ungefähr so wahrscheinlich wie in South Dakota einen Haushalt ohne Schusswaffen. Der rote Allrounder ist omnipräsent und mit nahezu ebenso großer Wahrscheinlichkeit wurzelt neben ihm die weiße Trebbiano. Die beiden Sorten bestimmen das ampelographische Bild einer Region, die zwar nicht vollends vom Radar mitteleuropäischer Weintrinker verschwunden ist, über die man aber für gewöhnlich ungefähr so viel weiß wie über South Dakota.

Bis vor kurzem war das nicht allzu schade. Orderte man einen Montepulciano bekam man je nach finanziellem Aufwand entweder einen überextrahierten und von Holz erschlagenen Wein vorgesetzt oder aber eine undefinierbare, sperrige und letztlich belanglose Banalität, die zwar einen Gegenpol bildete, die Sache aber nicht besser machte. Über Trebbiano konnte man ebenfalls den Mantel des Schweigens breiten. Man hätte die Abruzzen also ohne weiteres von der persönlichen vitikulturellen Landkarte streichen und sich mit den benachbarten Marken oder  Kampanien beschäftigen können, wären da nicht zwei Winzer gewesen, die Jahr für Jahr zeigten wie gut beide Rebsorten schmecken konnten.