Blog: Montagnani - zwischen Vernaccia und Verdacchio

Federico Montagnanis Familie besitzt seit 1685 Land in San Gimignano und es steht zu vermuten, dass sich bereits damals Vernaccia in ihren Weingärten befand. Richtig ernst wurde es mit seinem Großvater Dino, der 1966 – anlässlich der Verleihung des DOC-Status – seine Fassweine erstmals in Flaschen füllte. Federico stieg 2006, nach  Lehrjahren in anderen Weingütern, bei sich zu Hause ein. Von Anfang an setzte er ohne Kompromisse auf biologische Bewirtschaftung: nicht nur in seinen Weingärten, auch in den Olivenhainen, Getreidefeldern und Safrananpflanzungen.

Blog: L'Archetipo - apulische Panoramen

Valentino Dibenedetto ist kein gewöhnlicher Weinbauer. Zwar keltert auch er eine Batterie optimaler Weine, doch unterscheidet ihn das nicht allzu sehr von anderen, die das ebenfalls regelmäßig hinbekommen. Vielmehr ist es sein landwirtschaftlicher Ansatz, durch den er sich von anderen Winzern abhebt. Schon in den 1980er Jahren begann er seine Weingärten biologisch zu kultivieren. Nach der Lektüre von Rudolf Steiners Schriften über die Landwirtschaft stellte er auf biodynamische Bewirtschaftung um, später probierte er sich, inspiriert von Masanonu Fukuoka, an der Permakultur.

Blog: Stefano Amerighi: Großmeister des Syrah

Stefano Amerighi macht die beiden besten Syrahs, die ich aus Italien kenne.
Keine üppig-aufgeblasenen in aufgerüsteten und hochtechnisierten Kellern entstandenen Versionen, sondern puristisch-elegante Syrahs, die auf den besten Methoden und Traditionen der lokalen Bauernschaft basieren.
Lokal bedeutet in seinem Fall Cortona im äußersten Südosten der Toskana, auf halbem Weg zwischen Siena und Perugia. Touristen verirren sich nur selten hierher und das obwohl die Ecke zu den schönsten der Toskana zählt.

Weinbars in Italien

Man kann in Rom, Bologna oder Venedig natürlich auch andere Dinge tun, als in Weinbars herumzuhängen. Es spricht aber auch nichts dagegen, abends statt in einem Cafè am Markusplatz oder an der Piazza Navona über den Tisch gezogen zu werden, im Santo Bevitore oder im Pentagrappolo am Tresen zu hocken und sich durch die besten Weine des Landes zu trinken.

Wohnen bei Winzern

Wohnen bei Winzern ist mitunter das beste, was einem passieren kann. Vor allem dann, wenn es gute Winzer sind. Und schöne Unterkünfte. Die liegen zwar meistens ein wenig abseits vom Schuss, aber dafür wird man, wenn alles glatt läuft, in die Kunst der Weinwerdung eingeführt, hat ansonsten seine Ruhe und kriegt zu jeder Tages- und Nachtzeit problemlos Nachschub.

Weine kaufen - vinonudo online

vinonudo geht auf das Konto von Dominik Portune, einem langjährigen Weggefährten auf der Suche nach biologisch und biodynamisch hergestellten Weinen aus Italien. Viele der Weine, die sich in seinem Laden befinden, haben wir zusammen entdeckt; für einige haben wir auch gemeinsam recherchiert und Beschreibungen verfasst, die sich nun hier und dort finden. Wem an puristischen, animierenden, vitalen und tiefgründigen Weinen von handwerklich arbeitenden Winzern liegt, dem sei vinonudo wärmstens empfohlen.  

Die Emilia Romagna und ihre Winzer

Die Emilia ist eine der großen Unbekannten der italienischen Weinwelt. Zumindest in unseren Breitengraden. Schuld daran hat und das mag durchaus paradox sein, einer der bekanntesten Weine Italiens, der Lambrusco. Der hat leider eine miserable Reputation, was sich leider auch auf all die übrigen Weine und Weinstile auswirkt, die in der Region produziert werden.

Dabei ist zum einen zu sagen, dass es zwar nicht viele aber ganz sicher zwei Dutzend Produzenten gibt, die in kleinem Maßstab tatsächlich fantastischen Lambrusco produzieren (Claudio PlessiDenny BiniCinque Campi, Ca‘ de Noci um nur einige zu nennen), zum anderen finden sich in der Emilia so viele innovative und experimentelle Winzer wie in kaum einer anderen Gegend des Landes. Diese schätzungsweise gut 70 Betriebe greifen auf ein beeindruckendes Spektrum an autochthonen Rebsorten zurück, das sich trotz des Siegeszugs des Lambrusco ab den 60er Jahren stets gehalten und in den letzten Jahren wieder vergrößert hat.

Rebsorten: Malvasia di Candia aromatica

Es gibt weiße Rebsorten, die sich am besten für eine klassische Vinifikation (Riesling, Sylvaner, Vernaccia, Pecorino …) eignen. Andere machen sich sowohl mazeriert wie auch sofort abgepresst bestens (Ribolla gialla, Vermentino, Timorasso, Nosiola, Fiano, Garganega…). Dann gibt es noch solche, die erst im Kontakt mit den Schalen ihr wahres Gesicht zeigen (Traminer, Pinot Grigio, Albana, Ansonica, diverse Trebbianospielarten). In die letzte Gruppe gehört auch die Malvasia di Candia Aromatica. Sofort abgepresst ist so spannend ist wie ein Fußballmatch zwischen Parma und Sassuolo, auf der Maische vergoren erinnert sie an Juve gegen Napoli .. weiterlesen