Di Cato

Alles begann mit Nonno Mariano. Der setzte nach den Raubzügen der Reblaus, die auch vor den sich hoch hinaufzähenden Hängen der Abruzzen nicht Halt machte, wieder Reben in die Böden rund um Vittorito, einem kleinen Dorf in der Nähe von Sulmona. Die werden heute von Mariapaola di Cato gepflegt, der Großenkelin, die nach einem weinfernen Studium ihrem Bürojob adieu sagte, um sich fortan mit Montepulciano und Malvasia zu beschäftigen. Ein einziger kleiner Hektar steht ihr derzeit dafür zur Verfügung – der befindet sich auf 400 Metern Höhe mit Blick auf Berge, die nochmals 2000 Meter höher sind und das Klima (kühle Winde, deutliche Tag-Nacht-Unterschiede) wie auch die Böden (ein von Steinen durchsetztes Kalk-Ton-Gemisch) seit jeher beeinflussen.

Dem Montepulciano verleiht das die notwendige Struktur, richtig spannend ist aber der Malvasia, der Körper, Säure, Aromen und Trinkfluss vereint und zeigt, warum das Valle Peligna auch für seine weißen Interpretationen geschätzt wird. Seit 2005, als noch ihr Vater für den Weingarten verantwortlich war, wird biologisch gearbeitet, mit der Übernahme durch Mariapaola wurde dann auch die Herangehensweise im Keller entsprechend angepasst.

Weine – eine Auswahl

Mariapola vergärt spontan und setzt auf natürliche Klärprozesse.

Malvasia Eughenos Raggio di Sole: Bleibt für drei Tage auf den Schalen. Wird danach abgepresst und in Glasbehältern fertig vergoren und gelagert. Das befördert letztlich Blüten und Steinobstaromen in die Nase und Salz und Steine auf den Gaumen.

Eughenos Raggio di Rosato: Montepulciano, der nach einem Tag auf der Maische spontan und ohne Temperaturkontrolle (in der Höhe gärt der Wein ohnehin langsam) vergoren wird. Geklärt, geschönt und gefiltert wird nicht, allerdings zweimal umgezogen, damit der Wein zumindest einigermaßen trubstoffrei im Auge des Konsumenten schwimmt. Schmecken tut der Rosato nach roten Früchten und Zimt, der Körper ist rund, die Textur einladend.

Animerranti: Ebenfalls Montepulciano. der über 12 Monate im Stahltank ausgebaut und weder geschönt noch gefiltert wird. Montepulciano ist und bleibt Montepulciano und liefert folglich ausladende dunkle Aromen (Lakritze, Pfeffer, dunkle Beeren) und spart auch nicht mit Wucht und Kraft.

Kontakt

Mariapaola di Cato
Via Colle della Fonte 14
67030 Vittorito (AQ)
Telefon: 3491227903
E-mail: vinicoladicato@alice.it


Rebsorten: Malvasia; Montepulciano
Rebfläche: 1 Hektar
Manuelle Lese: ja
Pflanzenschutz: Kupfer und Schwefel
Biologisch zertifiziert: ja
Wohnmöglichkeit: nein


Bezugsquellen:

Ab Hof: ja, nach Voranmeldung

Aus Italien online: decanto; wineyou

AT/DE/CH: –