L’ACINO

Società Agricola L’acino
Contrada Prato
87018 San Marco Argentano (Cs) Italia
T.: +39 3296343377
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www.acinovini.com

L’Acino ist eines jener Projekte, über das man selbst dann schreiben müsste, wenn die Weine nicht so gut wären wie sie es ohnehin sind. Es geht auf die Kappe von drei Freunden, Antonello Canonico, Emilio Di Cianni e Dino Briglio, wurde 2006 ins Leben gerufen und hat sich gleich mehrere Ziele gesteckt.

Zum einen wollte man den Weinbau an den Ausläufern des Monte Pollino wiederbeleben, der in der teils hügeligen öfter bergigen Welt rund um Cosenza schon bessere Zeiten erlebt hat. Über Jahrhunderte hinweg kultivierte man hier Wein, der über die lokalen Grenzen hinweg, beste Reputation genoss. Heute hat zwar jeder Bauer auch weiterhin irgendwo seinen kleinen Weingarten, die davon gekelterten Weine werden aber bestenfalls am Markt verkauft oder aber selbst getrunken.

Magliocco und Mantonico: Zum anderen – und damit verbunden – ging es den dreien um eine Renaissance alter autochthoner Sorten. Dafür pachtete man erstmal zwei Weingärten mit Guarnaccia Nera und  Magliocco, zwei roten Sorten in den Bergen nördlich von Cosenza. Gewirtschaftet wurde von der ersten Sekunde weg biologisch und als man mit dem Terrain vertraut und sich der Herangehensweise  sicher war, kamen zu den zwei roten Sorten auch noch drei weiße dazu: Mantonico Bianco, Greco Bianco und Guarnaccia Bianca dazu.

Klimatisch ist man stärker vom Tyrrhenischen als vom Ionischen Meer geprägt, wobei auch letzteres gerade einmal 40 Kilometer entfernt liegt. Dazu kommen die Einflüsse der sie umgebenden Bergwelt und so wundert es nicht, dass die Weine trotz der geographischen Positionierung im tiefsten Süden Italiens strukturiert und kompakt wirken.

Bianco: Aus den drei weißen Sorten keltern die drei  den Chora: Der ist geradlinig, knochentrocken und vor allem von mediterranen Kräutern, floralen-  und Zitrusnoten geprägt. Die Säure kracht und auch der Gerbstoff trägt seinen Part zur Struktur des Weines bei  – die ist ausnahmsweise keiner längeren Mazeration sondern dem natürlichen Gerbstoffgehalt des Mantonico Bianco geschuldet, der sich selbst bei sofortigem Abpressen im Wein bemerkbar macht. An Körper mangelt es nicht, ebenso wenig an Energie, Spannung  und Länge. Vergoren wird spontan, ausgebaut in Stahl und Zement, geschönt und gefiltert wurde früher mal, im Laufe der Jahre und mit zunehmender Erfahrung und entsprechendem Selbstvertrauen hat man sich das abgewöhnt.

Rosso: Die Reben für den Magliocco stehen auf 550 Meter Höhe und schauen in Richtung Cosenza, also nach Südwesten. Die Böden sind extrem karg und basieren auf Sand und Kalk, die Lese findet spät und manchmal auch erst Anfang November statt. Die Gärung startet spontan, ausgebaut wird der Toccomagliocco  in Holzfässern, die einst neu waren und heute gebraucht sind. Das führt zum einen zu erstaunlichen weichen Tanninen, anderseits zu einer feine Säurestruktur und einer Handvoll Aromen, die von Rosen bis zu Tabak reichen und auch noch Platz für ein paar reife Kirschen lassen.

Bleibt noch der MantonicOZ, ein reinsortiger Mantonico Bianco, über den ich sehr gerne mehr berichten würde, als dass er eine Woche lang auf der Maische verbringt, bevor er in kleinen Holzfässern verschwindet. Allerdings kenne ich ihn nicht. Noch nicht.

WEINE

Chora
MantonicOZ
Toccomagliocco

LINKS

Kalabrien

Jahresproduktion: ca.18000 Flaschen
Rebsorten: Mantonico, Guarnaccia Bianca, Greco Bianco; Magliocco, Guarnaccia Nera
Rebfläche: 7 ha
Manuelle Lese: ja
Dünger: nein
Pflanzenschutz: Kupfer und Schwefel
Biologisch zertifiziert: ja
Direktverkauf: ja – Anruf genügt
Wohnmöglichkeit: nein