SAN FEREOLO

Nicoletta Bocca

Borgata Valdibà, 59
12063 Dogliani (Cn) – ITALY
Tel. +39 0173742075
Fax. +39 0173388208
info@sanfereolo.com
www.sanfereolo.com

COLD FACTS

Jahresproduktion: 45000 Flaschen
Rebsorten: Barbera, Nebbiolo, Dolcetto; Gewürztraminer, Riesling
Rebfläche: 12 Hektar
Manuelle Lese: ja
Dünger: ja
Pflanzenschutz: Kupfer und Schwefel
Biodynamisch: ja
Direktverkauf: ja
Wohnmöglichkeit: nein
On the road: jedes Jahr au fder Sorgente del Vino (Piacenza) und bei den Vini dei Vignaioli (Fornovo)

Mailand ist ein gutes Pflaster für angehende Naturweinwinzer. Corrado Dottori von La Distesa ist Mailänder, Alessandro Bonci von La Marca di San Michele stammt von dort und auch Nicoletta Bocca war erstmal tief im Großstadtdschungel verwurzelt, bevor sie auszog, um Winzerin zu werden. Warum das so ist, hat zwar unterschiedliche Gründe, ganz wesentlich bei allen dreien war jedoch ein Weg zurück zu familiären Wurzeln und in die Kindheit. Bei Nicoletta war es die Langhe, in die ihr Vater sie jedes Jahr mitnahm und wo sie erstmals mit Wein in Berührung kam. Mit Nebbiolo, Barbera, vor allem aber mit Dolcetto, ebenjener der drei roten pietmontesischen Sorten, der im Allgemeinen am wenigsten Beachtung geschenkt wird. Außer in Dogliani, wo der Dolcetto ganz wesentlich zur Reputation der DOC beiträgt und Nicoletta 1992 ihre Zelte aufschlug und das Weingut San Fereolo ins Leben rief.

Sie begann klein und groß ist San Fereolo auch heute noch nicht, auch wenn in der Zwischenzeit immer wieder neue Parzellen hinzugekommen sind und das Puzzle an Böden, Mikroklima, Expositionen und Rebstöcken auf 12 Hektar angewachsen ist. Allen Teilen wird dabei die gleiche Aufmerksamkeit geschenkt und für alle gilt im Weingarten die gleiche Devise, die sich kurz auf den Punkt gebracht folgendermaßen liest: Weingärten sind ein komplexes Sammelsurium an Faktoren, denen man nur über Jahre und durch intensive Beobachtung und Engagement auf die Schliche kommt. Wobei man das Wort Engagement vermutlich derart interpretieren sollte, dass in der Natur kein Platz für Lügen und Irrtümer ist und man es sich demnach auch nicht anmaßen sollte, die Rebstöcke mit irgendwelchen Rezepturen der Agrarindustrie zu manipulieren. Nicoletta Bocca arbeitet folglich dezidiert biodynamisch, wobei Kupfer und Schwefel auf ein Minimum reduziert sind. Jeder Weinstock, meint Nicoletta besitzt seine eigenen Charkterista, seine Eigentümlichkeiten, die man erkennen muss, um später aus all diesen speziellen Einzelteilen ein großes Ganzes, aus den vielen Stimmen einen harmonischen Chor erzeugen zu können.