MANINCOR

Manincor
St. Josef am See 4
39052 Kaltern / Italia
T +39 0471 960230
F +39 0471 960204
info@manincor.com
www.manincor.com

Manincor ist vielmehr als ein beeindruckendes Weingut mit exzellenten Weinen, Manincor steht paradigmatisch dafür, wie Landwirtschaft generell und Weinbau im Besonderen betrieben werden sollte. Nicht jeder hat die gleichen Voraussetzungen wie Michael von Goëss-Enzenberg, doch trägt auch nicht jeder die gleiche Verantwortung – seine Weingärten umfassen 50 Hektar, weitere 400 Hektar an Wiesen, Wälder, Obstbäume etc. kommen hinzu, womit er der größte private und unabhängige Weinbauer Südtirols ist und zudem einer der größten Landbesitzer und Arbeitgeber.

Um die Gegenwart besser zu verstehen lohnt es sich, einen Blick zurück zu werfen, nicht zu weit, denn die Geschichte Manincors ist ausufernd und epochenübergreifend. Wein wird seit ein paar hundert Jahren angebaut, doch als Michael Goëss-Enzenberg, die Weingärten 1991 übernahm, wurden sämtliche Trauben an die umliegenden Genossenschaften verkauft. Doch schon damals schien ein großes Konzept im Kopf des Grafen Gestalt anzunehmen und auch wenn nicht sofort auf Bio umgeschwenkt wurde, begann man immerhin ambitioniert selbst Wein abzufüllen. Mit den Ergebnissen unzufrieden, betrieb Goëss-Enzenberg Ursachenforschung und kam zu dem Fazit, dass man für guten Wein auch ein perfektes Umfeld benötigt. Die Lagen dafür hatte er bereits, die konventionelle Bewirtschaftung allerdings wurde den guten Voraussetzungen nicht gerecht. Also stellte er um. Radikal.

BIODYNAMIK: Ohnehin einer nachhaltigen Denkweise verpflichtet, transformierte er den kompletten Betrieb (also knapp 500 Hektar) zu einem der größten biodynamischen Höfe Europas. Leben kehrte in die Böden zurück. Obstbäume und Hecken brechen seither die Monokultur im Weingarten, Ziegen und Hühner laufen dazwischen herum und mit Präparaten angereicherter Humus sorgt für einen adäquaten Nährstoffhaushalt und ein natürliches Gleichgewicht. Doch waren das nur erste Schritte. Der ganzheitliche Zyklus des Weingartens sollte auch von den Mitarbeitern geteilt und mitgetragen werden, der Hof als kollektives Ganzes, die Idealvorstellung Steiners, verwirklicht werden. Skepsis schlug ihm dabei von mehreren Seiten entgegen, wie immer, wenn große Metamorphosen anstehen, doch verinnerlichten vor allem die unmittelbar Beteiligten das Konzept in kürzester Zeit.

Der letzte große Schritt war die Gestaltung eines neuen Kellers. Perfekt in die Landschaft integriert, ist Manincors unterirdische Cantina ein Musterbeispiel intelligenter Planung. Der komplette Vinifikationsprozess läuft von oben nach unten, pumpenfrei und somit extrem schonend ab. Die Energie für sämtliche Prozesse (und vom Rebeln bis zum Flaschenfüllen finden sämtliche Vorgänge im eigenen Keller statt) wird durch Erdwärme erzeugt, das Holz der Fässer stammt aus den eigenen Eichenwäldern.

AUTOCHTONES & INTERNATIONALES: In großen Holzfässern landen dann auch die Weißweine , Rotweine teilweise auch in Barriques. Dabei wird jede Lage separat vinifiziert, wobei die besten davon auch als solche ausgebaut werden. Die Lagen selbst befinden sich an unterschiedlichen Standorten, wobei der meiste Wein rund ums Haus und um Kaltern und dem See wächst. Ein zweiter großer und in sich geschlossener Weingarten liegt einige Kilometer entfernt in Terlan. Das Spektrum umfasst gut und gerne 15 verschiedene Rebsorten, wobei autochthonen Sorten wie St. Magdalener, Lagrein und Moscato Giallo ähnlich viel Platz eingeräumt wird, wie den quasi einheimischen  Sorten Pinot Noir, Weißburgunder, Sauvignon Blanc oder Merlot. Dazu kommen noch ein paar Extravaganzen, persönlichen Vorlieben geschuldet, wie Cabernet Franc, Syrah, Petit Verdot und Petit Manseng, aus dem ein spektakulärer Süßwein gekeltert wird. Prinzipiell unterscheidet Manincor drei Linien, in denen sich auch der Name des Weinguts widerspiegelt: HAND – „aus dem Boden geschöpft“, die Basis (aber was für eine), HERZ – „mit viel Liebe kultiviert“, die Einzellagen und mit dem Cassiano und der Sophie zwei exzellente Cuvées, und KRONE – „kompromisslos und unverwechselbar“, die Quintessenzen des Weinguts. Wobei allen Weinen eine schonende Verarbeitung zu Teil wird, deren Ziel es ist, elegante, lebendige, präzise und bekömmliche Weine in die Flasche zu bekommen.

Michael von Goëss-Enzenberg sieht Manincor als ständigen work-in-progress. Der nächste Schritt sieht die Gewinnung von Windenergie zur Abdeckung des eigenen Stromverbrauchs vor.

Manincor ist Mitglied der Gruppe RESPEKT

WEINE

Hand

La Manina
Moscato giallo
Rèserve della Contessa
La Rose de Manincor
Kalterersee Keil
Rèserve del Conte

Herz

Eichhorn
Tannenberg
Sophie
Mason
Rubatsch
Cassiano

Krone

Lieben Aich
Mason di Mason
Castell Campan
Le Petit

LINKS

Südtirol

Jahresproduktion: 250000 Flaschen
Rebsorten: Moscato Giallo, Sauvignon Blanc, Chardonnay, Weißburgunder, Petit Manseng; Vernatsch, Lagrein, Cabernet Franc & S., Merlot, Pinot Noir, Syrah, Petit Verdot
Rebfläche: 50 Hektar
Manuelle Lese: ja
Dünger: ja
Pflanzenschutz: Kupfer und Schwefel, biodynamische Präparate
Biodynamisch: ja
Direktverkauf: ja
Wohnmöglichkeit: nein