Cascina Tavijn

Nadia Verrua
14030 Scurzolengo (Asti)
tel. 0141203187
mobil 3294469445
http://www.cascinatavijn.it/
info@cascinatavijn.it

Jahresproduktion: ca. 25000
Rebsorten: Barbera, Grignolino, Ruche
Rebfläche: 5 ha
Reberziehung: Guyot
Rebstockalter: 5-10 Jahre
Manuelle Lese: ja
Dünger: Kompost
Pflanzenschutz: Kupfer, Schwefel und biodynamische Präparate
Biologisch zertifiziert: ja
Direktverkauf: ja
Wohnmöglichkeit: nein

Scurzolengo, im Monferrato ist die Heimat der Familie Verrua. Scurzolengo ist zudem auch die Heimat der Ruché, einer jener Rebsorten, die zwar lokalen Ruhm genießen, allerdings nur im seltensten Fall jenseits der Regionsgrenzen geschweige denn der Landesgrenzen getrunken werden. Dokumentiert findet sich wenig, allerdings gibt es in Italien glücklicherweise eine recht rege mündliche Überlieferungstradition und die besagt, dass Ruché über Jahrhunderte vor allem als aromagebender Cuvèepartner verwendet wurde. Ruché gehört nämlich zu den wenigen roten Sorten, die von Haus aus aromatisch sind und dadurch vielen Weinen einen sensorischen Extrakick mit auf den Weg geben.

Die Familie Verrua gehört zu den wenigen, die Ruché auch reinsortig vinifizieren. Dabei greifen sie auf natürliche Voraussetzungen zurück, die für die Sorte prädestiniert zu sein scheinen. Kühle Lagen, die vor allem von Kalk geprägt sind und die filigrane Textur und die feinen floralen, würzigen und rotbeerigen Noten unterstreichen. Ruché ist allerdings nur ein Teil im Rebsortenpuzzle der Verruas, deren Namen seit 1908 im Kataster der Gemeinde eingetragen steht. Ein weiterer ist Barbera, ein dritter Grignolino, ebenfalls eine dieser Sorten, die das Piemont wesentlich vielfältiger macht, als viele vermuten.

Die Flächen, die seit 1908 bearbeitet werden, blieben dabei mit 5 Hektar stabil klein und die Familie entsprechend unabhängig. Heute ist es vor allem Nadia Verrua, die mit einer ordentlichen Portion Enthusiasmus und mit der Unterstützung der Geschwister und Eltern die Weingärten bewirtschaftet. Sie hat die Weingärten sukzessive wieder auf biologiche Bewirtschaftung umgestellt und setzt zunehmend auch auf biodynamische Präparate.

Ihr Engagement für eine nachhaltige Landwirtschaft manifestiert sich zudem in der aktiven Partizipation bei Critical Wine und der Associazione Contadini Critici.