Meggiolaro – Bergweinbau in den Monte Lessini

Das Weingut

Fährt man von Soave und Gambellara weiter in Richtung Norden, kommt man nach Roncà, in eine der kühlsten und interessantesten Weinbauzonen des Veneto – dort keltert eine Handvoll Winzer Weine, die diejenigen ihre viel bekannteren Nachbarn im Süden ziemlich oft ziemlich alt aussehen lässt. Das mag zum einen an den sehr speziellen klimatischen und geologischen Verhältnissen (Vulkangestein) liegen, die am Fuße der Dolomiten vorherrschen; noch wichtiger scheint mir allerdings das Vorherrschen der Durella zu sein, einer Rebsorte, die du einzig und allein an den Hängen der Monte Lessini findest. Meiner Ansicht nach gehört sie zu den besten weißen Rebsorten Italiens und eignet sich wie kaum eine andere für die Herstellung fantastischer Schaumweine. 

Cristina Meggiolaro und Riccardo Roncolato von der 2004 gegründeten Azienda Meggiolaro machen genau das. Zwei Weingärten am Monte Calvarina ein paar hundert Meter über Ronca liefern dafür den Rohstoff – biologisch kultivierte Trauben, die sie auf unterschiedliche Art und Weise verarbeiten. Der Sotoca’ ist ein brillanter Rifermentato, während der flaschenvergorenen Spumante Corte Roncolato zeigt, was in den venetischen Bergen (und jenseits des Prosecco) in Sachen Schaumwein alles möglich ist.

Unten am Talgrund in Roncà haben die beiden außerdem einen Weingarten mit Garganegareben, aus deren Trauben sie einen präzis-geradlinigen aber durchaus stoffigen Weißwein keltern. Und hoch oben, auf gut 600 Metern, läuft gerade ein Projekt an, dem man mit Spannung entgegensehen darf. Dort haben die beiden gerade einen Weingärten mit Pinot Nero Reben bestockt, von dem es allerdings frühesten in zwei, drei Jahren erste Proben geben wird. 

Die Weine

Durella Sotoca’: In vulkanischen Böden am Monte Calvarina gewachsen. 30 Jahre alte Rebstöcke.  Alte Pergolaerziehung. Spontanvergoren. Zweitgärung in der Flasche. Straff, geradlinig, klar. Mineralisch. Feinfruchtig. Lebhafte Säure. Saftig. Vitales, animierendes Finish. Besser als nahezu alles, was aus dem Prosecco kommt.

Durella Corte Roncolato: Meggiolaros Opus Magnum. 95% Durella, 5% Garganega. 30 Jahre alte Rebstöcke. Vulkanische Böden. Spontanvergpren. Zweitgärung über 36 Monate in der Flasche. Pas dose. Streng, mineralisch. Zischt mit ordentlich Dampf durch die Adern. Belebt. Hat eine ordentliche Säure allerdings auch die nötige Substanz, um ihr Contra zu geben. Hefig, feinfruchtig, lang. sehr gut.

Garganega Sarò: Vom Talgrund in Roncà. Wurzelt gleichfalls in vulkanischem Basalt. Spontanvergoren. Über sechs Monate im Stahltank ausgebaut. Battonage. Cremige Textur. Weicher und geschmeidiger als die Schaumweine. Nie aufdringliche, delikate Frucht. Fein.

Kein Vertrieb im deutschsprachigen Raum

Wer in die Gegend kommt, sollte möglichst auch bei Daniele Piccinin und in der Käserei Roncolato vorbeischauen (Via Nuova 1, Roncà)

Meggiolaro

Cristiana Meggiolaro & Riccardo Roncolato
Via Roncolati, 43/B
37030 Roncà
Cristiana Meggiolaro +39 335 69 58 085
Riccardo Roncolato +39 320 26 44 965
info@meggiolarovini.it
www.meggiolarovini.it

Ein paar Fakten

Rebsorten: Durella, Garganega
Rebfläche:
Manuelle Lese: ja
Dünger: ja, organisch
Pflanzenschutz: Kupfer und Schwefel
Biologisch zertifiziert: ja
Direktverkauf: ja
Wohnmöglichkeit: nein

Vino e terra
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